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27.02.2018, 16:31 Uhr

MIT zu Diesel-Fahrverboten Intelligente Lösungswege statt radikaler Einschränkungen

 

Dr. Winfried Boenigk
 Das drohende Fahrverbot für Dieselfahrzeuge in Städten beschäftigt die Nation. Das Thema ist offensichtlich politisch aufgeladen und eine Versachlichung täte gut. Nachfolgende Fragen und Infos sollen zum Nachdenken animieren.

Warum veröffentlicht das Umweltbundesamt wenige Tage vor dem Urteil, ob Städte auf Basis bestehender Gesetze Fahrverbote für Dieselfahrzeuge erlassen können, eine Zahl der Todesopfer durch NOx-Emissionen der Dieselfahrzeuge?

Ist eine solche Zuordnung überhaupt wissenschaftlich belegbar?

Ist hier nicht die Grenze der Beeinflussung der Justiz überschritten?

Die Dieselthematik selbst ist komplexer als die Diskussionen vermuten lassen. Welcher „Treibstoff“ führt uns in eine umweltverträgliche Zukunft: Diesel, Strom, Gas, Wasserstoff, Methanol, Benzin?

Gefühlt wird die Elektromobilität politisch bevorzugt. Aber wie realistisch ist sie?

Wissen Sie, dass die Li-Ion-Batteriezellen für PKW’s alle aus Asien kommen? In Europa wird nur zu Batteriepacks weiterverarbeitet. Europa und USA haben die Entwicklung der Li-Ion-Batterie verschlafen. Sogar Tesla’s Erfolge beruhen auf Panasonic- Know-how. 

Wie schnell kann sich eine europäische Batterieproduktion bei einer durch Patente blockierten Produktionskette entwickeln?

Woher kommt der benötigte Strom für Elektrofahrzeuge: Kohlestrom aus Polen oder Atomstrom aus Frankreich?

Wird bei Vergleichen verschiedener Technologien der ganze Lebenszyklus betrachtet oder werden die Grenzen so gewählt, eine Wunschtechnologie zu rechtfertigen?

Resumé

Wir sollten uns sehr gut überlegen, ob wir einen immer noch entwicklungsfähigen Motorenentyp leichtsinnig auf Abstellgleis rollen. Damit bestrafen wir nicht die Verursacher des Einsatzes betrügerischer Software sondern unser ganzes Volk. Wäre es nicht sinnvoller, allen Technologien im freien Wettbewerb eine faire Chance zu lassen?