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10.10.2018, 10:44 Uhr

Den Mittelstand im Blick

MdB Carsten Linnemann zu Gast beim MIT-Kreisverband/ Lebhafte Diskussionsrunde zu aktuellen Themen

Ob das geplante Einwanderungsgesetz, Fachkräftemangel im ländlichen Raum oder die Integration von Flüchtlingen auf dem Arbeitsmarkt, der Bundesvorsitzende der Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung der CDU/CSU (MIT), Dr. Carsten Linnemann MdB, präsentierte auf Einladung des MIT-Kreisverbandes Coesfeld in einem pointierten politischen Rundumschlag Aktuelles aus Berlin. Im Ausstellungsraum „il bagno“ der Firma Elting in Dülmen diskutierte der promovierte Diplom-Volkswirt anschließend mit rund 50 Unternehmern und Dienstleistern, CDU-Mitgliedern und interessierten Bürgern aus dem gesamten Kreisgebiet.

„Die Wirtschaftslage ist sehr gut, aber dennoch ist die Unsicherheit in der Bevölkerung so groß wie nie zuvor“, bringt der Paderborner Bundestagsabgeordnete die aktuelle Gemütslage auf den Punkt. Die Themen Migration, Sicherheit und Kriminalität beschäftigen die Öffentlichkeit. „Die Menschen wollen keinen Rechtsruck, sondern Rechtsstaatlichkeit.“ Das setze voraus, dass sich auch der Staat an die von ihm selbst gesetzten Regeln halte. „Wir müssen das Vertrauen der Menschen zurückgewinnen und ihnen Halt geben.“ Deshalb brauche die Union wieder mehr Profil und einen „politischen Kompass“, um die Zukunft der Volkspartei zu sichern. „Auch als Fraktion müssen wir uns wieder selbstbewusst und unabhängig vom Regierungshandeln präsentieren“, fordert der stellvertretende Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion.

Offensiv müsse sich die Union mit den Fragen der Zukunft beschäftigen: Europa und die Klärung, wofür die EU und wofür die Nationalstaaten zuständig sind, die Integration von Flüchtlingen, die Außen- und Sicherheitspolitik, die Digitalisierung und der Islam. „Der politische Islam muss von der Mitte der Gesellschaft aus bekämpft werden. Wir müssen genau zuhören, was die Imame hier predigen. Jeder, der in Deutschland predigt, sollte unsere Sprache sprechen.“ Das geplante Einwanderungsgesetz berücksichtige den steigenden Bedarf an Fachkräften und regele die Erwerbsmigration transparent. „Mit der sogenannte 3-plus-2-Regelung erlauben wir schon jetzt Flüchtlingen, die bereits eine Ausbildung in Deutschland begonnen haben, diese abzuschließen und eine Anschlussbeschäftigung auszuüben.“

Vehement setzte sich Linnemann auch für den Abbau von Bürokratie und die Vereinfachung des Steuersystems ein. Zudem kündigte er an, den Mittelstand in den Vordergrund zu stellen. „Es sind gerade die kleinen und mittleren Betriebe, die in Deutschland für Arbeits- und Ausbildungsplätze sorgen. Indem wir wieder stärker den Mittelstand und die dort Beschäftigten in den Blick nehmen, stärken wir gleichzeitig all jene, die dieses Land am Laufen halten.“ Die vielen Denkanstöße aus der lebhaften Diskussionsrunde nehme er mit nach Berlin, kündigte der MIT-Bundesvorsitzende an, um sich dort auch weiterhin für einen starken Mittelstand und den Erhalt der wirtschaftlichen Prosperität der Region einzusetzen.