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16.04.2018, 11:40 Uhr

MIT zur Dieselaffäre – Update zum Bericht vom 27.2.2018

MIT-COE-Bericht vom 27.2.2018 warf einige Fragen zur Dieselaffäre auf.

Das Thema Intervention des Umweltbundesamtes (UBA) mit Bezug zu Studien über Todesfälle durch Dieselabgase zum Zeitpunkt der anstehenden Gerichtsentscheidung hat „Die Zeit“ aufgegriffen und die Leiterin des UBA, Maria Krautzberger, interviewt. Sie gab zu, dass die Studie, die zur Aussage „6000 Dieseltote“ führte, schon aus Mai 2017 stammt. Nach Frau Krautzberger sieht sich das Umweltbundesamt in der Pflicht, komplexe Gesundheitsrisiken für Laien verständlich zu machen. Auch Politiker brauchten Zahlen, um entscheiden zu können.

Es handelt sich wie vermutet um eine gewollte Einflussnahme einer Bundesbehörde zu einem bewusst gewählten Zeitpunkt.

Quelle Interview: http://www.zeit.de/2018/12/stickstoffdioxid-studie-abgase-umweltbundesamt-verteidigung

 In einem weiteren Artikel von „Die Zeit“

http://www.zeit.de/2018/12/abgase-stickstoffdioxid-todesfaelle-ursachen

 wird die Problematik von wissenschaftlichen Studien diskutiert. Die vom UBA benutzte Studie beziffert vorzeitige Herz-Kreislauf-Todesfälle durch Stickoxide zu 95%  Wahrscheinlichkeit auf 2031 bis 9893. Hierbei wird nicht zwischen 5 Tagen oder 30 Jahren verkürzter Lebenserwartung unterschieden! Sie gehen gleichermaßen in die Zahl ein.

 Tatsache ist ein Stickoxidrückgang seit 1990 um 60%. Das altersbedingte Ausscheiden von Motoren verbessert die Situation auch ohne politische Intervention stetig. Dieser Prozess wird durch aufwändige Fahrzeugnachrüstungen nur unwesentlich beschleunigt. Die dorthin gelenkten Gelder stünden nicht mehr für  die Verbesserung bestehender Antriebe oder die Entwicklung alternativer Antriebe zur Verfügung.

Auch diese Abwägung von Kosten und Nutzen ist Aufgabe verantwortungsvoller Politik.