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21.03.2016, 09:05 Uhr

Dr. Carsten Linnemanne zu Gast in Coesfeld

Verantwortungsvoller Umgang mit dem Mittelstand im ländlichen Raum

 

Verantwortungsvoller Umgang mit dem Mittelstand im ländlichen Raum

MIT-Bundesvorsitzender Dr. Carsten Linnemann und Karl Schiewerling MdB zu Gast beim MIT-Kreisverband

 COESFELD. Die Sicherung von Fachkräften, Digitalisierung und Regulierung stellte jetzt Dr. Carsten Linnemann, Bundesvorsitzender der Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung (MIT), bei einer Gesprächsrunde mit rund 50 Unternehmern aus dem Kreis Coesfeld als wichtige Themen für die Zukunft des Mittelstands vor. Gemeinsam mit MdB Karl Schiewerling, Vorstandsmitglied der Christlich-Demokratischen Arbeitnehmerschaft (CDA) sowie arbeitsmarkt- und sozialpolitischer Sprecher der CDU/CSU-Fraktion, war er der Einladung des MIT-Kreisvorsitzenden Horst Kuhl in das Bildungszentrum der Kreishandwerkerschaft in Coesfeld gefolgt, um sich unter der Moderation von Dr. Josef Gochermann mit ortsansässigen Unternehmern und Dienstleistern auszutauschen. „Wir müssen die Rahmenbedingungen schaffen, damit die Menschen im ländlichen Raum bleiben. Dazu gehört insbesondere der Ausbau des Breitbandnetzes, denn die Unternehmen benötigen schnelles Internet“, so Linnemann.

Die fehlende Gründerkultur machte der promovierte Diplom-Volkswirt dafür verantwortlich, dass im Internetbereich knapp neun von zehn Gründungen scheitern. „Es ist auch die Aufgabe der Lehrstühle, jungen Menschen zu vermitteln, wie man erfolgreich ein Unternehmen gründet“, forderte der Vorsitzende der CDU-Mittelstandsvereinigung. Dem Fachkräftemangel könne man wirkungsvoll damit begegnen, dass die Arbeitnehmer auf eigenen Wunsch auch nach dem Renteneintritt weiterarbeiten und im Unternehmen verbleiben können. „Wir müssen Menschen nicht nur den Anreiz bieten, länger zu arbeiten, sondern sie dafür auch entsprechend belohnen“, betonte der 39-Jährige, der federführend die Einführung der Rente mit 63 um die sogenannte Flexi-Rente ergänzt hat.

Vehement setzte sich der Paderborner Bundestagsabgeordnete auch für den Abbau von Bürokratie und die Vereinfachung des Steuersystems ein. „Es gibt viel zu viele Verordnungen. Hier besteht großer Nachbesserungsbedarf. Wir müssen den Mut haben, Strukturreformen durchzusetzen“, unterstrich Linnemann.

Besonders infolge der gesetzlichen Mindestlohnregelung seien viele neue Arbeitsregelungen entstanden, stellte auch Karl Schiewerling fest. „Dass die Mindestlohnkommission für die Anpassung der Höhe des Mindestlohns die Steigerung des Lohnpreisindex von 2,7% heranzieht, ist eine Schieflage. Leidtragender ist der Mittelstand“, kritisierte Schiewerling. In einer lebendigen Diskussionsrunde schilderten die Unternehmer ihre Erfahrungen und Sorgen, die die beiden Bundestagsabgeordneten nun mit nach Berlin nehmen, um sich dort auch weiterhin für einen starken Mittelstand und den Erhalt der wirtschaftlichen Prosperität der Region einzusetzen.

Bildzeile: Für einen verantwortungsvollen Umgang mit dem Mittelstand: Dr. Carsten Linnemann und Karl Schiewerling mit Moderator Dr. Josef Gochermann.