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24.06.2015, 10:32 Uhr

Bericht zur Fachkräfteinitiative vom 28.05.2015

 

 Über die Auswirkungen des demographischen Wandels diskutierte nun die Mittelstandsvereinigung (MIT) im Kreis Coesfeld im Rahmen der Veranstaltung „Fachkräfteinitiative“ mit vielen hochkarätigen Gästen aus Politik, Wirtschaft und Verbänden. Besonders besprachen die Diskussionsteilnehmer dabei Möglichkeiten der Fachkräftewerbung aus dem Ausland. Der MIT-Vorsitzende Horst Kuhl war sich sicher: „Die Lücke kommt noch.“

MdB Karl Schiewerling machte mit seiner Rede den Auftakt. „Wir sollten uns gerade bei der Suche nach Azubis nicht nur auf die Werbung von ausländischen Fachkräften beschränken. In Deutschland gibt es viele junge Menschen, die einen Ausbildungsplatz suchen“, sagte er. Einen Fokus legte er darauf, dass viele Lehrstellen über Kreisgrenzen hinweg unbesetzt blieben, weil es Auszubildenden an Mobilität mangele.

Der stellvertretende Hauptgeschäftsführer der IHK Nord Westfalen, Prof. Dr. Bodo Risch, stellte danach mit anschaulichen Zahlen die Gesamtsituation dar: Kreise wie der Kreis Coesfeld müssten bereits in den nächsten Jahren mit einem spürbaren Rückgang der zur Verfügung stehenden Arbeitskräfte rechnen. „Diese Lücke ist nur noch einen Ausbildungszyklus entfernt“, so Risch. Er warnte die anwesenden Unternehmensvertreter davor, die Entwicklung auf die leichte Schulter zu nehmen. 

Einen anderen Weg zeigte Bäckermeister Martin Haß von der Bäckerei Bertermann aus Minden auf. Er hat einige Angestellte in Bulgarien gefunden. Seiner Meinung nach brauche man allerdings gute Verbindungen in das jeweilige Land und müsse sich sehr um die Menschen in ihrer neuen Heimat kümmern. „Sprachkurse sind unerlässlich“, erklärte Haß.